Hanspeter Willi - Fotos vom Berg

... Aufnahmen aus 35 Jahren Berg- und Skitourentätigkeit.

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Über mich





Hallo zusammen


Mein Name ist Hanspeter Willi. Ich bin Jahrgang 1960, wohne am Zürichsee in der Schweiz und gehe seit meiner Jugend mit Begeisterung in die Berge.

Begonnen hat alles damit, dass ich bereits als Kind meinen Vater auf seinen Touren in den Bergen um das Weisstannen- und Calfeisental in den östlichen Glarner Alpen sowie in den Bündner Alpen begleiten konnte. Obwohl keine Renomierziele, stellte sich so für mich rasch eine Begeisterung für die Bergwelt und eine gewisse Vertrautheit mit steilem und brüchigem Gelände ein. Die in meiner Jugend in Erfüllung gegangenen 'Traumziele' hiessen etwa Piz Sardona, Ringelspitz, Piz Kesch oder Piz Palü.

Nach einem bergsteigerischen Durchhänger (Ausbildung, andere Interessen ...) vermittelten zu Beginn der achtziger Jahre einige Ereignisse unvermittelt wieder den Bezug zum Erlebnis Bergwelt. Da war einmal der Frühling 1982 mit einer Reihe schönster Skitouren mit dem Skiclub Bütschwil. Sie führten uns ins Simplongebiet und - als Höhepunkt für mich - auf meinen ersten Viertausender, die Bernina. Dann waren da die Sommerferien 1983. Auf dem Zeltplatz in Randa im Mattertal verbrachten einige Exponenten des Skiclub Bütschwil ihre Ferien, so auch Werner Bürge, der damalige Tourenverantwortliche. Nach einer Hochtour, die uns auf den Alphubel führte, suchte er Partner für eine weitere Unternehmung. Da keiner der anderen Lust zeigte, unternahm er mit mir - trotz fehlender Erfahrung meinerseits - eine Überschreitung des Zinalrothorns. Diese eindrückliche Tour prägte meine weitere bergsteigerische Tätigkeit entscheidend, zeigte sie mir doch die Schönheit hochalpiner Unternehmungen, ab auch in aller Deutlichkeit die noch zu behebenden bergsteigerischen Mankos auf.

Seit dem Jahr 1984 verbringe ich endgültig den Grossteil meine Freizeit in den Bergen. In den letzten 30 Jahren gingen so im Sommer wie im Winter manche Tourenträume zwischen Julischen Alpen und Dauphiné in Erfüllung. Gegen 1000 Gipfel bei mehr als 1750 Tagen am Berg mit weit über 100 Bergkameraden und -kameradinnen dürften dabei zwischenzeitlich zusammengekommen sein.

Spielten anfänglich Renomierziele oder Höhenzahlen jugendbedingt noch eine gewisse Rolle, so gehört heute meine grosse Leidenschaft mehr und mehr den 'stilleren' Bergen. Alleine oder mit Gleichgesinnten wo möglich ohne technischen Ballast über Flanken und Grate streifen und dabei einfach die Bergwelt geniessen. Zugunsten einer gelungenen Fotografie oder eines besonders schönen Fleckens auch einmal auf einem Gipfel verzichten zu können. Und vor allem die Horden von lärmigen, lästigen 'Bergsteigern', denen man heute bei Schönwetter auf den sogenannten Modebergen und -routen mehr und mehr in Massen begegnet, links liegen lassen.



Meine zweite Leidenschaft - die Bergfotografie

Schon mein Vater hat, wenn auch nur sporadisch, fotografiert. Da in meiner Jugend die aktuell verfügbaren Unterhaltungsmedien noch nicht die heutige Bedeutung erlangt hatten, war das Betrachten seiner Dias von Ferien oder Touren jeweils ein besonderes Ereignis.

Ende der siebziger Jahre habe ich mir eine erste eigene Kamera der Marke Canon angeschafft und begonnen, auf Skitouren zu fotografieren. Seit diesen ersten Feldversuchen ist meine Bergdiathek inzwischen auf gegen zehntausend Aufnahmen angewachsen, die ich gerne hin und wieder betrachte. Insbesondere Hochtouren sind dabei interessant, werden einem doch die in den letzten Jahren gewaltigen Veränderungen an unserer Bergwelt besonders drastisch vor Augen geführt.

Mitte der achtziger Jahre bin ich, nach einem geknackten Auto mit Kameradiebstahl, auf eine Leica-Spiegelreflexkamera umgestiegen. Diese wiederum habe ich zu Beginn der Neunziger Jahre gegen ein Leica M6-System umgetauscht, mit dem ich bis ins Jahr 2007 fotografiert habe. Obwohl ich mir bei all dem zunehmenden Digitalgeklicke ringsum mehr und mehr wie ein Exot vorgekommen bin, habe ich bei meinen Unternehmungen die Präzision und Robustheit dieser Messucherkamera sehr geschätzt. Insbesondere bei schwierigen Wetterverhältnissen und entsprechend tiefen Temparaturen geht auch heute noch nichts über ein manuelles System ohne überflüssigen Elektronik-Schnickschnack. Wenn auch der Anschaffungspreis für das analoge Filmmaterial im Laufe der Zeit ganz schön ins Geld gegangen ist ...

Seit Anfang April 2007 ist auch bei mir der Umstieg ins digitale Zeitalter vollzogen. Auslöser waren einerseits die neue, digitale Leica M8, die mir ermöglicht, die bisherigen Objektive der Leica M-Serie weiterzuverwenden. Andererseits aber auch der ständig zunehmende Ärger über das, was die Firma Kodak unter Qualität versteht. Schwer erhältliches Diamaterial und sich laufend verschlechternde Bildqualität, vor allem aber auch der ständig zunehmende Pfusch bei der Entwicklung im Kodak-Labor in Lausanne haben mir den Umstieg leicht gemacht. Und nicht zuletzt hat auch die deutlich weniger zeitintensive Weiterbearbeitung am Computer das seinige dazu beigetragen.

Nach monatelanger Wartezeit fotografiere ich nun ab Sommer 2010 hauptsächlich mit der neuen Leica M9. Diese Kamera entspricht wieder dem klassischen Format 24 x 36 mm, und deren Bildsensor mit 18 Millionen Pixel kommt nahe an die vom guten, alten Dia gewohnte Bildqualität heran. Auch die Farbwiedergabe wurde gegenüber der M8 sichtbar verbessert, wenngleich kritisch angemerkt hier noch immer ein gewaltiges Potenzial brachliegt ...

Seit Frühsommer 2014 ist auf meinen Touren eine zweite Kamera dabei - eine leichte, kompakte Nikon Coolpix P7800. Grund für die Anschaffung war die über die Jahre gereifte Erkenntnis, dass meine vertraute Leica nicht wirklich für den Bereich der Makrofotografie geschaffen ist. Die Nikon Coolpix P7800 deckt diesen Sektor nun ideal ab. Nicht zuletzt dank dem sehr guten, drehbaren Display, der selbst bei praller Mittagssonne noch ein einwandfreies Herangehen an jedes Motiv gestattet.

Meine Motivation

Fotografische Aufnahmen bewahren eindrückliche Momente aus unserem Leben unauslöschlich in Erinnerung. Momente, die sonst im Laufe der Jahre nach und nach verblassen würden, bis sie endgültig und unwiderruflich verloren gehen. Erinnerungen an Erlebnisse und Personen, die mir und meinen Tourenbegleitern auch nach Jahren noch etwas bedeuten. Erinnerungen an eine Natur, die sich rasch, tiefgreifend und in lange nicht dagewesenem Ausmass verändert. Und nicht zuletzt auch Erinnerungen an Kameraden, die bei der Ausübung ihrer Leidenschaft für immer in den Bergen verblieben sind.

letzte Änderung: 1.10.2016


Da ich selber leidenschaftlich gerne fotografiere, befinden sich unter meinen Aufnahmen praktisch keine Fotos von mir selbst. Einzige Ausnahme sind Gipfelfotos, wenn gerade einmal ein Kollege oder ein anderer Berggänger auf den Auslöser gedrückt hat. Oder Aufnahmen, die ich nachträglich von einem mich begleitenden Kameraden erhalten habe. Mit diesem Problem dürfte ich aber nicht alleine dastehen!

Deshalb - ein kleiner fotografischer Werdegang in den Bergen, fast nur in Gipfeln ...


1974 - als Vierzehnjähriger mit meinem
Vater (Fotograf) und Sepp
auf dem Weg zum Piz Palü
in den Berninaalpen

1983 - mit Werner (Fotograf)
auf dem Zinalrothorn
in den Walliser Alpen

1987 - mit Wilhelm (Fotograf)
auf dem Gran Paradiso
in den Grajischen Alpen

1989 - alleine unterwegs
am Monte Antelao
in den Dolomiten

1990 - mit Wilhelm (Fotograf)
auf dem Tödi
in den Glarner Alpen

1990 - mit Wilhelm (Fotograf)
in der Südwestwand der Kuchenspitze
in der Verwallgruppe

1992 - mit Paul und Heinz
auf der Tofana di Mezzo
in den Dolomiten

2006 - mit meinem Bruder Urs
(Fotograf) auf dem Piz Quattervals
in den Livignoalpen

2009 - mit Mirjam und Heiri
(Fotograf) auf dem Piz Terri
in den Adulaalpen

2010 - mit Jörg (Fotograf) im
Normalweg zur Punta Sorapiss
in den Dolomiten

2011 - alleine unterwegs
auf der Hinteren Eggenspitze
in den Ortleralpen