Vom Ei zum adulten Tier -
die Entwicklung des Grossen Kielschnegels (Tandonia rustica) in Terrarienhaltung



Jungtiere von Tandonia rustica kriechen auf einer Steinplatte.


Grundsätzliches gleich zu Beginn:

Diese Webseiten sind nicht im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit erstellt, sondern dienen lediglich dem Versuch, etwas Licht ins Dunkel der juvenilen Tage von Kielschnegeln zu bringen.

Hinweise zu den Aufnahmen:


Einige Worte zur Terrarienhaltung:

Kielschnegel (Milacidae) lassen sich in einem geräumigen, entsprechend eingerichteten, sauberen und mit einer guten Belüftung versehenen Terrarium halten. Wichtig ist eine komplette Dichtheit - adulte Kielschnegel sind durchaus in der Lage, sich durch einen genügend breiten Spalt von lediglich 2 mm Höhe in die 'Freiheit' zu quetschen.
Handelsübliche Terrarien taugen deshalb in der Regel nicht zur Schneckenhaltung. Bewährt haben sich Aquarien, versehen mit einem dicht anliegenden Drahtgeflecht zur Aufrechterhaltung der Luftzirkulation als Abdeckung.

Die Tiere sind recht heikel, als Nahrung akzeptieren sie primär Gurkenscheiben und Pilze.

Von absolut zentraler Bedeutung für die Tiere ist zudem genügend, aber nicht zuviel Feuchte.

Bei Umgebungstemperaturen von etwa 18 Grad und höher verkriechen sich die Kielschnegel an feuchten, kühlen Orten. Sie sind dann auch nachts wochenlang kaum je auszumachen.



Zu guter Letzt noch eine dringende Bitte an allfällige Nachahmer:

Früher oder später kommt der Zeitpunkt, wo es gilt, sich von den entnommenen oder aufgezogenen Tieren zu trennen. Eine allfällige Freisetzung sollte dabei ausschliesslich am Standort der Entnahme erfolgen. Das überwiegend auf Dummheit und Bequemlichkeit basierende 'Entsorgen' irgendwo fern des ursprünglichen Standortes verfälscht die Fauna, kann für die Natur nicht mehr aufzuhaltende Folgen nach sich ziehen und ist ein absolutes Tabu (neudeutsch ausgedrückt ein 'No-Go').
Neozoen wie beispielsweise gebietsfremde Fische, Krebse oder Muscheln in Gewässern und die damit einhergehende Bedrohung der einheimischen Fauna und Flora führen die Folgen unbedachten Aussetzens eindrücklichst vor Augen.