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Berner Alpen (Alpes Bernoises)
20.7.2019 - Brigerbad (657 m) |
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N1029839
Ein Mehlzünsler in seiner typischen Ruhehaltung. Informationen zum Tier: Art: Mehlzünsler (Pyralis farinalis). Verbreitung: Der Falter ist durch menschliche Verschleppung nahezu weltweit verbreitet. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet lässt sich nicht mehr feststellen. Lebensräume: Der Falter kommt fast ausschliesslich in der Nähe des Menschen und seiner Behausungen vor, insbesondere in Mühlen, Bäckereien und Getreidelagern, aber auch in Haushalten und in Tierställen, wo Futtermittel gelagert werden. Die Raupen bevorzugen eine feuchte und warme Umgebung. Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 18 - 30 mm. Der Vorderflügel ist durch zwei weissliche Querlinien in 3 meist sehr charakteristisch gefärbte Felder unterteilt. Nämlich in ein violettbraunes bis dunkelbraunes Wurzelfeld, in ein ockerfarbenes Mittelfeld mit von der äusseren Querlinie ausgehenden dunkleren Partien und einem meist violettbraunen bis dunkelbraunen Saumfeld, oft partiell hellbraun aufgehellt oder mit hellerer Überstäubung. Die innere Querlinie ist nach aussen gebogen, oft ist der Bogen mittig leicht gebrochen. Die äussere Querlinie weist dagegen mittig eine starke und breite Ausbuchtung auf. Sie ist am Kostalrand verstärkt und bildet dort quasi einen nach innen konvexen Bogenfleck. Auch die innere Querlinie kann am Kostalrand etwas verdickt sein. Die Querlinien sind meist ganzrandig, lediglich die Ausbuchtung der äusseren Querlinie kann am Boden der Bucht leicht gezähnelt sein. Zwischen innerer und äusserer Querlinie sind am Kostalrand meist mehrere kleine weisse Flecke entwickelt. Die Hinterflügel sind weisslichgrau bis grau mit zwei helleren, gebogenen Querlinien. Der Kopf ist gelblich, der Thorax violettbraun und der Hinterleib abwechselnd violettrot und gelb. Die Fühler sind bei den Männchen fein ziliat, die Fühler der Weibchen sind einfach und fadenförmig. Ei: Die Weibchen legen 200 - 500 Eier in kleinen Haufen in der Nähe der späteren Raupennahrung ab. Das Ei ist länglich oval und grauweiss gefärbt. Es misst um 0,5 × 0,35 mm. Die Oberfläche zeigt ein ausgeprägtes irreguläres Netzmuster. Die erhabenen Begrenzungen der Felder sind stark gefaltet. Raupe: Die Raupen sind weisslich grau, haben ein gelblich braunes Nackenschild und einen dunkelbraunen bis rotbraunen Kopf mit lediglich 4 Ocelli. Erwachsene Raupen werden 20 - 25 mm lang. Sie schlüpfen nach 3 - 5 Tagen aus dem Ei. Sie fressen vor allem Körner und Körnerprodukte, aber auch getrocknete Pflanzenteile wie Klee (Trifolium) und Luzerne (Medicago). Selbst Kot und tote tierische Substanzen werden gefressen. Sie bilden häufig mit Nahrungsresten verklebte Gespinströhren in der Nahrung aus. Die Nahrungspartikel werden klumpenartig versponnen. Aufgrund der sehr flexiblen Generationsfolge können die Raupen ganzjährig in Erscheinung treten. Es werden 5 Larvenstadien gebildet. Die Entwicklungszeit vom Schlüpfen bis zur verpuppungsreifen Larve beträgt unter günstigen Umständen 42 - 56 Tage. Puppe: Die Puppe ist gelblichbraun mit einem rotbraunen Hinterleib. Auf dem Kremaster sitzen 6 hakenförmige Borsten. Falter: Der Mehlzünsler bildet in der Regel eine oder zwei Generationen im Jahr. Gelegentlich dauert die Entwicklung auch 2 Jahre. Unter sehr günstigen, warmen und feuchten Bedingungen werden aber fortlaufend Generationen gebildet. Bis zu 5 Generationen pro Jahr sind so möglich. Die Falter fliegen in der Regel von Juni bis August. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und kommen an künstliche Lichtquellen. Auch an zuckerhaltigen Ködern werden sie beobachtet. Die Falter ruhen tagsüber mit leicht abgespreizten Flügeln und nach oben gebogenem Hinterleib an dunklen Wänden und lassen sich kaum aufschrecken. Werden die Falter gestört, fliegen sie kaum auf, sondern laufen schnell in ein neues, dunkles Versteck. Die Falter leben rund 10 Tage, wobei die Männchen meist einige Tage länger leben als die Weibchen. |
Flügelspannweite bis 30 mm Fundort: Hausfassade, vom Licht angelockt. |