Berner Alpen (Alpes Bernoises)
24.6.2018
Jeizinen (Furuwald, 1400 m)


Flügelspannweite bis 35 mm

N1026501
Ein Thymian-Widderchen klammert sich an einen Grashalm.
Informationen zum Tier:
Art: Thymian-Widderchen (Zygaena purpuralis).
Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa inklusive Grossbritannien, östlich bis zum Altai.
Regionale Verbreitung Alpen: Bis in Höhen von über 2000 m.
Lebensräume: Warme, sonnige Standorte - Kalkmagerrasen, Sandböden.
Merkmale: Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 28 - 35 mm. Die Vorderflügel weisen je drei breite, rote Längsstreifen auf, von denen der zur Flügelspitze hinweisende mittlere am Ende beilförmig verbreitert ist. Die Fühler haben am Ende eine dicke abgestumpfte Keule. Die Weibchen besitzen eine weisse Halskrause, die Färbung der Bänder kann von einem leuchtenden Rot bis zu einem gelblichen Orange verändert sein.
Ei: Die Weibchen legen ihre gelben Eier in Häufchen auf der Unterseite von Thymianblättern ab.
Raupe: Die Raupen schlüpfen nach etwa neun Tagen. Sie sind graugelb, olivgrün oder bräunlich gefärbt. Sie haben auf jedem Segment oberseits vorne seitlich einen gelben und in der Mitte hinten einen schwarzen Punkt. An den Seiten des Körpers verläuft eine Reihe von kleinen schwarzen Punkten. Man findet sie ab August und nach der Überwinterung bis in den Juni. Sie ernähren sich vor allem von Wildem Thymian (Thymus serpyllum), aber auch von anderen Thymianarten. Sie leben nahe dem Boden und klettern am Abend nicht auf den Nahrungspflanzen nach oben.
Puppe: Die Verpuppung erfolgt in einem kahnförmigen Kokon am Boden. Dieser ist gelb bis braun, manchmal schwefelgelb, sehr selten weiss. Die Puppe selber ist schwarzbraun.
Falter: Die Falter schlüpfen nach 18 - 20 Tagen. Sie fliegen in einer Generation von Mitte Juni bis August. Sie bevorzugen vor allem violette Blüten wie Skabiose (Scabiosa), Zieste (Stachys) und Natternkopf (Echium), sind aber auch auf den gelben Blüten von Greiskräutern (Senecio) zu finden.


Anmerkung: Die beiden Arten Zygaena purpuralis und Zygaena minos bezeichnet man wegen ihrer Ähnlichkeit auch als purpuralis-Komplex. Beide Arten können durch Untersuchung der Genitalien zweifelsfrei voneinander getrennt werden.