Berninaalpen (Alpi del Bernina)
6.8.2015 - Passo di Corna Rossa (2836 m)
N1017553
Die Meisterwurz wird traditionell seit dem Mittelalter als Heilpflanze verwendet.
Aus den Wurzeln wurden früher Pillen, Pulver, Dekokte, Aufgüsse oder Salben gefertigt, die als Universalmittel bei Bronchialkatarrh, Asthma, Delirium tremens, ansteckenden Krankheiten, Epilepsie, zur Wundbehandlung, bei Magenbeschwerden, als Gegengift, bei Wassersucht oder bei Zahnschmerz verwendet wurden.
Informationen zur Pflanze:
Art: Meisterwurz (Peucedanum ostruthium).
Verbreitung: Pyrenäen, Alpen, Mittelgebirge. Vereinzelte Vorkommen in Nordeuropa, Island, Südeuropa und Osteuropa mit unklarer Herkunft, neophytische Vorkommen in Neufundland.
Regionale Verbreitung Alpen: In Höhen zwischen 1400 und 2700 m, nicht selten.
Vorkommen: Bevorzugt Kalk- und Urgestein - feuchte Schutthalden, Lawinenrunsen, Lägerfluren, Hochstaudenfluren, Grün-Erlengebüsch, Krummholz, Rutschstellen in Wäldern, Fuss von Felsen, Bachufer.
Wuchshöhe: 30 - 100 cm.
Blüte: Juni - August.

Die Pflanze enthält im Pflanzensaft Giftstoffe. Es handelt sich dabei um Hautirritationen verursachende Furocumarine.
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